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Schnee und Eis müssen weg

18. Dezember 2025

Garagenbenutzer sind im Vorteil. Alle anderen müssen ihr Fahrzeug nach einer winterlichen Nacht mit Schnee und Eis erst einmal fahrfit machen und für ordentliche Sichtverhältnisse sorgen. „Das schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor“, erinnert Ann-Christin Mainz von TÜV SÜD. Zugleich warnt sie, „beim Eiskratzen nur geeignetes Werkzeug zu benutzen und nicht zu Brachialmethoden wie heißem Wasser greifen.“ Das Wasser könnte auf der Scheibe aufgrund der Kälte gleich wieder gefrieren oder die Scheibe könnte durch den Temperaturunterschied reißen. Nicht erlaubt ist, den Motor zum Abtauen der Scheiben laufen zu lassen und das Auto ist nur dann im Winter verkehrssicher, wenn Scheiben, die Beleuchtungseinrichtungen und Seitenspiegel frei von Schnee und Eis sind. Um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden, sollte der Schnee außerdem vom Fahrzeugdach entfernt werden.

Wer nur das berüchtigte „Guckloch“ freikratzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit die, solange nichts passiert, mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann. „Der Fahrer sollte durch alle Scheiben freie Sicht haben. Ist das Sichtfeld eingeschränkt, können Gefahrensituationen deutlich später erkannt werden. Dadurch verlängert sich die Reaktionszeit und der Anhalteweg wird um ein Vielfaches erhöht“, gibt Mainz zu bedenken. Werde beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein querender Radfahrer nur zwei Sekunden später erkannt, habe dies zur Folge, dass er mit ungebremster Geschwindigkeit erfasst werde.

Eine einfache und schnelle Methode, die Scheiben freizubekommen, bieten Enteiser-Flüssigkeiten auf Alkoholbasis. Sie tauen das Eis durch bloßes Aufsprühen auf. Achtung: Am besten sollten Produkte mit Prüfsiegel verwendet werden, die nicht nur auf Enteisungswirkung, sondern auch auf Materialverträglichkeit getestet sind, sonst könnten zum Beispiel Gummidichtungen am Fahrzeug angegriffen werden. Handelsübliche Eiskratzer sollte man vorsichtig und nicht mit hohem Druck einsetzen, andernfalls kann es rasch zu Kratzern auf der Scheibe kommen, die sich dann bei Nachtfahrten durch irritierende Lichtreflexe bemerkbar machen. Ungeeignete Hilfsmittel sind scharfe Küchenschaber, etwa für Ceran-Kochfelder, CD-Kunststoffhüllen oder Plastikkarten.